2.8.`20

Clown Busters

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Heute erreichte uns kurz vor ihrer Veröffentlichung eine Geschichte aus Berlin, die es in sich hat.
Unsere Berliner Freunde, die kĂŒrzlich noch von ihren Herbergs-Eltern der "Innung des Berliner Taxigewerbes" wegen einer Unartigkeit vom Netz genommen wurden, kommen plötzlich mit einer investigativen Geschichte um die Ecke, in der es - ausgerechnet - um eine Gruppe Hamburger Taxifahrer geht, die mit verdeckten Operationen gegen die Mietwagen von Freenow Ride vorgegangen sind. In einem Interview, das Yps und ihr Team mit den Hamburger Kollegen gefĂŒhrt hat, wird die Geschichte erzĂ€hlt und es werden die HintergrĂŒnde aufgedeckt, die dazu gefĂŒhrt haben, dass Freenow Ride in Hamburg nicht mehr angeboten wird.
Der Text heisst "Clown Busters" und darin wird auch die Rolle der Verkehrsgewerbeaufsicht, unserer geliebten Hamburger Taxi-Behörde beschrieben.

Ein Auszug:

Aus Clown Busters" auf taxi-innung.de, zuletzt 2.8.2020.

Hamburg: Die Hamburger Taxi-Behörde arbeitet Ă€hnlich wie die Polizei auf der Reeperbahn. Sie will wissen, was lĂ€uft in ihrem Kiez und sie will ihre Pappenheimer kennen




Und an anderer Stelle heisst es:

Auszug:

Aus Clown Busters" auf taxi-innung.de, zuletzt 2.8.2020.

Hamburg: Die Firma ‚MyChauffeur‘, die ĂŒbrigens ihren Hauptsitz in Berlin hat, hat AuftrĂ€ge fĂŒr Freenow, Uber und auch andere Plattformen gefahren...
Wir kannten jedes Kennzeichen, jede Marke, jede Farbe und konnten die Autos zuordnen. Wir kannten auch viele der Fahrer und wussten auch, an welchen Tagen sie auf welchen Autos fĂŒr welchen Anbieter fuhren und auch, wie viele Stunden
 – wir nennen sie ĂŒbrigens ‚Clowns‘.

Berlin: Wieso Clowns?

Hamburg: Das hat inzwischen Tradition. In USA und UK nennen die bösen Taxifahrer die Uberfahrer “Clowns”. Und zwar weil sie keine Taxifahrer sind, keine Profis. Sie kennen sich nicht aus, mussten nichts lernen, haben keine PrĂŒfung abgelegt und mussten nichts vorweisen, um fast den gleichen Job zu machen, wie wir. Sie tun also nur so als ob und lassen sich von einem Ausbeuter wie Uber anstiften, diese Dummheiten aufzufĂŒhren. Es sind keine Erwachsenen, keine MĂ€nner, die einen ehrlichen Job machen.

Berlin: Wie habt ihr das alles ĂŒber die Clowns herausgefunden?

Hamburg: Wir hatten eine kleine, aber feine Truppe handverlesener Kollegen gebildet, die wÀhrend der Schicht und an freien Tagen auf die Jagd gingen

Am Ende haben wir sogar Treibjagden gemacht

Man kann sie mit unserer Methode auch gleich mehrfach abschießen, denn insbesondere die Ride-Clowns von ‚MyChauffeur‘ hielten sich an gar nichts.


Kommentar:

Es ist irgendwie leicht befremdlich, dass ausgerechnet eine Berliner Publikation ĂŒber interne Hamburger AktivitĂ€ten berichtet, aber sei's drum. Was jedoch auffĂ€llt ist, dass die Hamburger Kollegen es bei ihren Aussagen ganz schön krachen lassen. Obige Zitate geben davon nur einen dezenten Vorgeschmack.
Besonders die Aussagen zur Rolle unserer Hamburger Taxi-Behörde und ihrer Akzeptanz im Hamburger Taxigewerbe sind in ihrer sehr positiven Darstellung problematisch.
Wir haben nicht vergessen, wer uns MOIA in Hamburg eingebrockt hat und mit welcher Gangart die Behörde den Prozess gegen uns betrieben hat. Wir erinnern uns daran, wie die Behörde nach dem ersten Urteil des Verwaltungsgerichts den Vollzug der Genehmigung einfach angeordnet hat. Wir erinnern uns an die von der Behörde nicht verfolgten VerstĂ¶ĂŸe MOIAs gegen die Auflagen bzgl. der "Virtuellen Haltestellen". Wir erinnern uns an The Glitz und seine juristischen Volten.
Insgesamt wirken die Aussagen dieser "Clown Busters" ĂŒber ihren Kampf gegen die Mietwagen ziemlich vollmundig, fast etwas selbstgerecht und ob das alles so stimmt, kann man nicht wissen, da sie anonym bleiben und irgendwo im Geheimen unterwegs sind.
Aber - jeder soll ich selbst ein Bild machen. Den ganzen Stunt gibt es dort:


Lest das einfach selbst.

17.9.`19

Popcorn


Am 8. September, einem Sonntag, wurde bekannt, dass VW ĂŒbers Wochenende den Chef von Moia - Ole Harms - sowie einige FĂŒhrungskrĂ€fte gefeuert hatte.
Am 9. September, dem Montag darauf, reagierte die QualitĂ€ts-Presse nicht mit Hintergrundrecherchen oder Analysen, keine kritische Artikel erschienen zu der Frage, warum Moias FĂŒhrung geköpft worden war.
Stattdessen ermöglichte das Abendblatt Moia zu erklĂ€ren, warum die weit verbreitete Wahrnehmung von leer fahrenden Moias falsch sei. Die Fahrzeuge mĂŒssten so oft zum Laden fahren und die Fahrer zur Pause. Weiterhin wurden verschiedene Erfolgsmeldungen rapportiert unter Anderem 1 Mio. FahrgĂ€ste.

Was nicht in der Presse erscheint, hat nicht stattgefunden. Die Symbolwirkung von Ole Harms Abgang fÀllt aus. Niemand wird es Morgen noch wissen. Gute PR-Arbeit von Moia.

Am 13. September, einem Freitag, wurde ebensfalls vom Abendblatt vermeldet, dass Moia nun auch im Miniaturwunderland vertreten ist. Ob das Moia-Modellauto leer dargestellt wird oder besetzt, konnte zu Redaktionsschluss noch nicht verifiziert werden. Jedenfalls gehört Moia damit quasi offiziell zu Hamburg, ganz egal, was die Testphase ergibt, die Entscheidung fiel im Miniaturwunderland.

Am 16. September, einem Montag nun ein 4fach Interview im Abendblatt mit Hamburgs MobilitĂ€tskapitĂ€nen, keiner davon aus dem Taxigewerbe, aber dafĂŒr der neue Moia CEO Henrich.

Angesprochen auf die leer herunfahrenden Moias erklÀrte Robert Henrich, er könne diesen "subjektiven Eindruck" nicht bestÀtigen. Man habe bisher zirka 500.000 FahrgÀste gehabt.

Eine Aussage, die irritiert, denn die Woche davor war es noch 1 Million. Man muss auch diese Aussagen von Moia, erst recht wenn sie mit Zahlen zu tun haben, etwas genauer recherchieren. Dann heisst es: Zirka 420.000 in Hannover und zirka 600.000 in Hamburg. Aber schön - was sind schon 100.000 unter Freunden, oder?

Henrik Falk, Chef der Hochbahn assistiert dann auch gleich und erkÀrt:

Hochbahnchef Falk

Man sollte den Dingen auch die nötige Zeit geben und nicht gleich nach zwei Wochen sagen: „Da sitzt ja keiner drin.“

Man könnte jetzt einwenden, dass die Moias seit 5 Monaten (ĂŒberhaupt nicht) leer herumfahren und nicht erst seit 2 Wochen, aber was sind schon ein paar Monate unter Freunden, oder?

Im Weiteren beklagt Herr Henrich das PBefG, beschwert sich ĂŒber die zu kurze Zeit der Experimentierklausel und erklĂ€rt Carsharing plötzlich fĂŒr gescheitert:

Ex-Car2Go Chef Henrich

Carsharing wird uns nicht viel helfen, denn es löst das FlÀchenproblem nicht. Sie haben immer noch ein Auto mit meist nur einem Nutzer, und es braucht ParkflÀche in der Stadt.

Der Mann, der das sagt, war Chef und Erfinder von Car2Go, bevor er Chef von Moia wurde .

Ebenso plötzlich distanziert sich Herr Henrich diskret, aber eindeutig vom autonomen Fahren.

Moia Experte Henrich

Alle Experten haben das Thema lange zu euphorisch gesehen.

Herr Henrich hat nun plötzlich erkannt, dass autonomes Fahren auch zu mehr Verkehr fĂŒhren wĂŒrde, weil sich dann ja auch diejenigen mit einem PKW chauffieren lassen könnten, die gar keinen FĂŒhrerschein besitzen.

Wir sind gespannt, wovon sich Herr Henrich zukĂŒnftig noch distanzieren wird und welche ĂŒberraschenden Aussagen er noch treffen wird.

Wir holen uns Popcorn und das BS-O-Meter.


25.6.`19

Prime Time Pooling

In der heutigen Ausgabe des Abendblattes erfĂ€hrt man viele interessante Einzelheiten ĂŒber Moia, die man so noch nicht kannte.
Der AufhĂ€nger ist eine Samstag-Schicht einer Moia Fahrerin, die auch persönliche Sachen erzĂ€hlt, zum Beispiel was sie vorher beruflich gemacht hat und wie Moia funktioniert. Man erfĂ€hrt, wie ihr der Job gefĂ€llt und wie Moia funktioniert, man erfĂ€hrt wie ihr Alltag ablĂ€uft und wie Moia ĂŒberhaupt funktioniert. Ausserdem erfĂ€hrt man, dass Moia im Vergleich zum Taxi viel billiger ist. Es wird geschildert wie sie ihre Schicht beginnt und man erfĂ€hrt, dass Moia viel billiger als Taxi ist und dann werden die Reaktionen der FahrgĂ€ste geschildert, die sich freuen, dass Moia im Vergleich zum Taxi viel billiger ist. Aber es wird auch ein Fall geschildert, wo mal etwas mit der Abrechnung nicht geklappt hat, aber das macht nichts, denn Moia ist im Vergleich zum Taxi viel billiger und manchmal sogar super viel billiger!
Ausserdem werden die Fahrten geschildert, die in dieser Schicht mit dem Moia gemacht wurden. An einem Samstag, zur Prime Time.
Aus der Pooling-Perspektive ergibt sich hier fĂŒr die Verkehrsentlastung durch Moia kein gutes Bild:


Start Ziel Strecken laut GoogleMaps


  1. Holsteinischer Kamp -> Rellinger Straße = 8,6 Km
  2. Methfesselstraße -> Armgartstraße = 7,5 Km
  3. Alsterterasse -> Borgfelderstraße = 3,7 Km
  4. Schultzweg -> Steinhöft = 2,6 Km
  5. Hohe Bleichen -> Hammer Steindamm = 6 Km
  6. Caspar-Voght-Straße -> Hartwicusstraße = 3,3 Km
  7. SĂŒderstraße -> Isestraße = 9,4 Km
  8. Hein-Hoyer-Straße -> Claudiusstraße = 9,2 Km
  9. Esplanade -> Steilshoper Alle = 9,7 Km
  10. Gesamt = 60Km

Gestartet ist das Fahrzeug beim "Hub", wie der Betriebshof von Moia genannt wird, weil das auf Englisch geiler klingt als "Betriebshof" und ist dann erstmal leer nach Eppendorf gefahren, weil dort der "Zielkorridor" ist. Dann hat sich die Fahrerin in das System eingeloggt und bekam den ersten Auftrag im Stadtpark. Weil dieser erste Auftrag jedoch eine Fehltour war, ist sie von dort nach Barmbek-SĂŒd.

Schichtbegin

  1. Niendorfer Weg -> Eppendorf (Eppendorfer Marktplatz) = ~ 3 Km
  2. Eppendorf (Eppendorfer Marktplatz) -> Otto-Wels-Straße = ~ 2,7
  3. Otto-Wels-Straße -> Holsteinischer Kamp = 5 Km
  4. Gesamt = ~ 10,5 Km

Schichtende

Und zu Schichtende ging es von Steilshoop, nĂ€he "Steilshooper Eck", zurĂŒck zum geilen Hub in Groß Borstel.

  1. Steilshooper Allee -> Niendorfer Weg = ~ 9,5 Km
  2. Gesamt = ~ 9,5 Km

Das ergibt:

  1. Anfahrt Hub -> 1 Kunde = ~ 10,5 Km
  2. RĂŒckfahrt letzter Kunde -> Hub = ~ 9,5 Km
  3. Gesamt = ~ 20 Km

Gesamt (brutto)

  1. Strecke netto = 60 Km
  2. Strecke brutto = ~ 20 km
  3. Gesamt = 80 Km

grĂ¶ĂŸerer Zahl = besserer Index

Da wir aufgrund eigener Testfahrten wissen, dass Moias sehr viele Umwege machen - z.B. weil ihre TĂŒr auf der rechten Seite ist - kann man davon ausgehen, dass die Brutto-Summe in Wahrheit höher ist. Trotzdem haben wir hier konservativ gerechnet und können deshalb einen Pooling-Index von 0,75 ferndiagnostizieren, der vermutlich in Wirklichkeit deutlich niedriger liegt.
Und das ist das Prime Time Pooling von Moia.


Now Playing:


1.6.`19

Reality Check


Das Abendblatt ĂŒber MobilitĂ€ts-Mumpitz und die Propaganda der Experten aus Politik und Industrie. Es stellt Studienergebnisse des Institut fĂŒr Verkehrswissenschaft an der Uni MĂŒnster, des Infas-Instituts im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums, der Technische Uni Wien und dem Deutschen Institut fĂŒr Urbanistik in Berlin, den Behauptungen von Experten der CDU und der BWVI gegenĂŒber.
WĂ€hrend alle Studien der Institute zu dem Ergebnis kommen, dass die bekannten Phrasen ĂŒber Verkehrsentlastung durch neue Dienste Mumpitz sind, fahren die "Experten" mit dem Mumpitz einfach fort als wĂ€ren sie auf Autopilot.
Ein Beispiel. WĂ€hrend eine Sprecherin der Behörde fĂŒr Wirtschaft und Verkehr voll auf das autonome Fahren abfĂ€hrt und zwar weil:

Susann Meinecke von der BWVI

Alle Fahrzeuge könnten gleichzeitig losfahren, wenn GrĂŒn ist. Bereits wenn ein kleiner Teil der Fahrzeuge vernetzt ist, wird der Verkehr flĂŒssiger.

Doch das Abendblatt stellt der Phantasie der Beamtin einfach frech das Ergebnis der Wissenschaft gegenĂŒber:

Auf der anderen Seite kommt unter anderem die Technische Uni Wien in einer Studie zu dem Ergebnis, dass selbstfahrende Autos wohl zu einer weiteren Zunahme des Straßenverkehrs fĂŒhren, schon weil sich kĂŒnftig auch Kinder oder andere Personen ohne FĂŒhrerschein im Pkw fortbewegen könnten.

Zum Thema Ridesharing, Pooling oder, wie das Abendbaltt es praktischerweise nennt, bei den neuen "Sammeltaxidiensten" werden verschiedene Studien angefĂŒhrt, die bewiesen haben, dass diese zu mehr Verkehr fĂŒhren, nicht zu weniger.

Verkehrspolitisch betrachtet könnten solche digital gebuchten Sammeltaxis „nicht die Zukunft sein“, sagt Tilman Bracher, Bereichsleiter MobilitĂ€t am Deutschen Institut fĂŒr Urbanistik in Berlin

Zum Schluss rĂ€umt das Abendblatt fĂŒr den Verkehrsexperten der CDU-BĂŒrgerschaftsfraktion, Dennis Thering, quasi den Rathausmarkt frei, damit er so richtig abheben kann.

Die Stadt solle darĂŒber hinaus sogar „auf festgelegten Routen den Einsatz von Flugtaxis erproben".

So viel zur CDU.
Also - Abendblatt lesen. Jetzt!

Leider hinter Paywall. Aber es gibt die Zeitung auch am Kiosk.


23.5.`19

Bluff

Unsere Freunde aus Berlin haben wieder eine Fleissarbeit getan - oder um es in cooler Sprache zu sagen - einen "good Job". Sie haben einen amerikanischen Artikel ins Deutsche ĂŒbersetzt, der sich mit dem riesigen Bluff beschĂ€ftigt, den Uber bisher durchgezogen hat.

Seit seiner Betriebsaufnahme im Jahr 2010 ist Uber so weit angewachsen, dass es heute ĂŒber 45 Milliarden Dollar an Bruttoeinnahmen aus dem Personenverkehr erzielt und einen großen Teil des stĂ€dtischen Personenbeförderungsmarktes erobert hat. Aber dem weit verbreiteten Glauben, es handele sich um ein hoch innovatives und erfolgreiches Unternehmen, fehlt in der wirtschaftlichen RealitĂ€t die Basis.


Ubers lÀngerfristiges Ziel war es, jeden bedeutsamen Wettbewerb zu beseitigen und dann von dieser quasi-monopolistischen Macht zu profitieren.


In einer perfekten Welt wollen Kunden saubere, funkelnde Taxis und keine höheren Preise fĂŒr die erhöhte VerfĂŒgbarkeit und ZuverlĂ€ssigkeit zahlen, die erforderlich sind, damit die Fahrzeuge sofort erscheinen, wann immer sie wollen.


Der Markteintritt von Uber hat in der Tat alle wichtigen wirtschaftlichen GrĂŒnde fĂŒr die Taxiregelung bestĂ€tigt. Der unbegrenzte Markteintritt hat zu ruinösen ÜberkapazitĂ€ten gefĂŒhrt, so dass niemand Geld verdienen kann und sonst lebensfĂ€hige Betreiber aus dem GeschĂ€ft gedrĂ€ngt werden.


Durch die effektive Manipulation von Medien-Positionen schrĂ€nkte Uber nicht nur die kritische Berichterstattung ein, sondern brachte die Fachpresse dazu, ihre bevorzugten ErzĂ€hlungen enthusiastisch zu verstĂ€rken und die Ökonomie des Unternehmens und der Branche fast vollstĂ€ndig zu ignorieren.


Die regelmĂ€ĂŸige Wiederholung der Unternehmensnarrative durch scheinbar unabhĂ€ngige, elitĂ€re Medien verbarg ihre konstruierten, von oben nach unten gerichteten UrsprĂŒnge und etablierte sie als akzeptierte öffentliche Meinung, die keiner weiteren Debatte bedarf.

Kommt uns das bekannt vor
?
Wenn man versteht, welche Dimension der Uber-Bluff hat und wie er gemacht wurde, versteht man auch, warum deutsche Autobauer nicht widerstehen können und einen Àhnlichen Stunt probieren wollen.
Wer etwas ĂŒber die ökonomischen HintergrĂŒnde erfahren will, ĂŒber die Auswirkungen auf Staat und Öffentlichkeit oder wer einfach nur erfahren will, wieviel Verluste Uber inzwischen angehĂ€uft hat, sollte diesen bisher besten Artikel ĂŒber das Thema lesen.
Hier gehts zur ĂŒbersetzen Version:


Und hier zum Original von American Affairs:

22.5.`19

Spielverderber Tagesspiegel

Eigentlich lÀuft alles super.

Von Moia Website

Aber dann bringt doch dieser Tagespiegel, eine Reportage ĂŒber die schlimmen Umweltfolgen von Elektro-MobilitĂ€t! Das will doch keiner hören!
Oder doch?

Tagesspiegel.de vom 21.05.2019.


Lithium. Das Alkalimetall wird oft als „weißes Gold“ bezeichnet, weil es ein Hauptbestandteil moderner Batteriezellen und somit unverzichtbar in der mutmaßlich elektro-getriebenen Zukunft ist. Lithium – eine SchlĂŒsselressource des 21. Jahrhunderts, etwa fĂŒr die Fertigung von Batterien fĂŒr E-Autos.


Zum Artikel:


25.4.`19

"wohl weil"

Mit einer einfachen Suche mit den Begriffen "Moia Hamburg Klage" bekommt man die wichtigsten QualitĂ€ts-Medien Deutschlands angezeigt, die alle ĂŒber die gestrige Entscheidung berichtet haben.


Gute Gelegenheit fĂŒr etwas Statstik.


Das Manager-Magagzin fĂŒhrt die Spitze an. Dessen Recherche-Ergebnis zu den HintergrĂŒnden der Klage lautet:

wohl weil er die Konkurrenz 
 fĂŒrchtet.


Zeit fĂŒr den Finger

18.4.`19

GrĂŒn in der Mopo

Auf der Meinungsseite der Mopo ordnet Clemens GrĂŒn den Beschluss des Gericht vs. die Genehmigung von Moia in seiner politischen und gesellschaftlichen Bedeutung ein.
Lesen!


16.4.`19

Abendblatt berichtet ĂŒber Klage

Guter Artikel im Abendblatt, der die rechtliche Situation beleuchtet. Leider mit Paywall.

15.4.`19

Mopo nennt Moia "Taxis"

Zeitungsausschnitt

Die Mopo berichtet als erstes Pressorgan darĂŒber, warum trotz Gerichtsentscheid, die "Taxis" trotzdem fahren. Sehr treffend meint die Mopo damit die Kastenwagen von Moia und nicht uns.
Dies bestĂ€tigt prompt und deutlich, dass die Öffentlichkeit nicht zwischen Taxis und Moia oder Uber oder Clevershuttle trennt. Warum auch - es ist schließlich die gleiche Dienstleistung. Die von Moia und Clevershuttle immer wieder behaupteten Unterschiede - sie sind eben nur behauptet.
VoilĂ  - wenn das keine Glaubhaftmachung ist, dann ist die Erde auch keine Kugel, sondern doch eine Scheibe.
Hier gehts zur Mopo:


13.3.`19

Verkehrtminister Scheuer


Wer sich fragt, was eigentlich mit unserem Verkehrsminister verkehrt ist, kann sich durch einen Artikel aus "Die Zeit" erhellen lassen. Man erfĂ€hrt etwas ĂŒber Scheuers Intentionen, seinen Politikstil und seine PR-Methoden.


Zitat aus "Der Straßenkrieger", Die Zeit

Seinen Politikstil beschrieb Seehofer gerne als Koalition mit dem Volk, und weil das Volk eben bisweilen unentschieden war, perfektionierte er die Kunst des DafĂŒrseins bei gleichzeitigem Dagegensein.
Vieles findet er "spannend". Vernetzte Infrastruktur, selbstfahrende Autos, Satellitennavigation. Es gibt noch ein Wort, das Scheuer so gerne benutzt wie "spannend", das ist "digital". Spannend und digital, so spricht Scheuer. Verbote und Regulierung, so reden Zauderer, Gestrige, andere, jedenfalls nicht er.
...
"Scheuer tut, als könne man das Klima retten, indem man dreimal Blockchain ruft", sagt ein Mitglied der Kommission, aber neue digitale Technologien allein seien kein Wundermittel. "Er hat Angst, die Dinge wirklich anzupacken", sagt ein anderer, der nicht gerade als Mitglied der Öko-Fraktion gilt und auch anonym bleiben möchte.

VoilĂ :

2.3.`19

In der Zeit



Erneut ein Artikel in "Die Zeit" mit einem Statement von Ivica Krijan, dem Betreiber dieser Website und KlÀger gegen die Genehmigung von Moia.


Einer von ihnen: Ivica Krijan. Der Hamburger Taxiunternehmer klagt derzeit gegen die Genehmigung von Moia und Clevershuttle.


In den StÀdten könnte dem Sharing die Zukunft gehören

Es gehe den neuen Anbietern nicht darum, wirtschaftlich zu arbeiten, sagt der 50-JÀhrige, sondern darum, ganz aggressiv mit Preisdumping in den Markt einzusteigen. "Die erzÀhlen von Weltrettung, Digitalisierung, Innovation, von billig durch die Gegend fahren. Der Subtext ist immer: Die Taxis sind die Schmuddelkinder, dabei geht Individualverkehr nicht unter dem Taxipreis."
Er fĂŒrchtet ZustĂ€nde wie in Los Angeles. Wegen Uber und Lyft brach der Umsatz des Taxigewerbes dort zwischen 2013 und 2014 um mehr als 17 Millionen Dollar ein, das ergab eine Studie der University of California Los Angeles.


Ganzer Text auf www.zeit.de


25.2.`19

Ausgebremst

Dienstag um 20:15 Uhr im TV auf Arte oder bereits jetzt online.
Einen Tag lang war das Arte-Team mit einem unserer Kollegen in Hamburg unterwegs, inkl. Kundenfahrten und Drohneneinsatz.

clemens

Der Überlebenskampf der Autobauer | ARTE

FĂŒhrende Ingenieure, Manager, Lobbyisten und Politiker kĂ€mpfen weltweit um die "pole position" in der Automobilbranche.


In dem Bericht geht es nicht nur um Dieselmotoren etc, sondern auch um das Taxi und unseren Protest, der letztes Jahr begann. Und wer könnte vor der Kamera bessere und deutlichere Worte finden als Clemens GrĂŒn?
Ca. ab Minute 21:00
.


fck-Moia Aufkleber

Die Doku ist jetzt bereits online und kann bis zum 27.MĂ€rz `19 abgerufen werden.


In der Mediathek von Arte

18.2.`19

Gigantomanie

Wieder ein Spiegel-Artikel der Extra-Klasse. Es geht um Moia, Carsharing und die Auto-Konzerne.
Dieses Mal ergötzt man sich am Gigantischen. Gewinne werden jetzt in Billionen gezĂ€hlt ("6,6"), neue Maßeinheiten werden erfunden ("Personenkilometer") und neuer BWL-Bullshit ("MobilitĂ€ts-Wertschöpfungskette") wird in die Welt gedrĂŒckt. Den VW-Konzern nennt man kumpelhaft "die Wolfsburger", eben ganz so, wie man es von kritischem, unabhĂ€ngigem Journalismus erwartet


Ein paar kritische Kommentare gibt es auch - jedoch bei den Kommentaren, nicht im journalistischen Teil.


8.2.`19

Taxistas

Von der Website der Neuen ZĂŒricher Zeitung:


Dies erklÀrt einer der Taxistas in dem Video:

Wir sprechen ĂŒber etwas, das grĂ¶ĂŸer ist, als ein einfacher Konflikt mit dem Taxisektor. Wir sprechen von der Verteidigung der öffentlichen Dienste.
Heute ist es das Taxi, morgen kann es das öffentliche Gesundheitswesen oder die Bildung sein. Das Problem ist grĂ¶ĂŸer als ein blosser Krieg zwischen Taxifahrern und privaten Anbietern. Wir sprechen von wildem Kapitalismus, wir sprechen von der „Uberisierung“ der Wirtschaft.


Hat es Jemand schon besser auf den Punkt gebracht? Bis die bereite Öffentlichkeit das begreift, wird es lĂ€ngst zu spĂ€t sein.



PS:
Danke Mandeep!

9.1.`19

Abendblatt: Hurra! Hurra! Moia ist da!


In seiner Online-Ausgabe von Heute macht das Hamburger Abendblatt mit folgender Überschrift auf:

Premiere am Rathaus: Moia startet Testbetrieb in Hamburg


Huch, denkt man, jetzt schon? Etwa Heute?
Auf einem schönen Hochglanzfoto sieht man einen Moia-Bulli vor dem Rathaus stehen, auf einem anderen umringen der Verkehrssenator und die Moia-Typen zusammen mit unseren geliebten BĂŒrgermeister, Herrn
 Ă€h, na egal, jedenfalls stehen die da und lĂ€cheln.
Zusammen mit Ole Harms und Robert Henrich, wurde Moia am Mittwoch beim Rathaus vorgestellt - man fragt sich nur, wem eigentlich? Allen Beteiligten auf den Fotos ist Moia bereits bestens bekannt. Die Antwort lautet vermutlich: Dem Abendblatt wurde Moia vorgestellt, damit es berichten und die Werbetrommel rĂŒhren kann.
Wenn man die LektĂŒre des Artikel dann auf sich nimmt, gibt es erstmal tolle Statements aus der Moia-Marketingabteilung, unparteiisch vorgetragen von unserem Verkehrssenator, Herrn Westhagen (parteilos).

„Es ist ein besonderer Tag“, sagte der neue Verkehrs- und Wirtschaftssenator Michael Westhagemann (parteilos)
Verkehrssenator Westhagen (parteilos) im Hamburger Abendblatt

Im weiteren Verlauf des Artikels wird Herr Westhagen (parteilos) mit der ĂŒblichen Desinformation zitiert, das PR-Element "weniger Stau durch Ridesharing" ist dabei, auch das ĂŒbliche "Umwelt"-Argument.

Moia ist ein zusĂ€tzliches Angebot, eine ErgĂ€nzung, um die MobilitĂ€t in Hamburg umweltfreundlicher, leiser und sicherer zu machen. Der Stadtverkehr insgesamt wird entlastet“, sagte Westhagemann.
Verkehrssenator Westhagen (parteilos) im Hamburger Abendblatt

Aber, weil Herr Westhagen (parteilos) parteilos ist, ĂŒberlĂ€sst er es Ole Harms die klassische SPD-PR zu Ă€ussern und das geht so:

Moia-Chef Harms betonte: „Es gibt derzeit kein grĂ¶ĂŸeres privatwirtchaftliches Ridesharing-Projekt. Große Teile der Software und des Fahrzeugs sind in Hamburg entwickelt worden." Der Moia-Standort in der Hansestadt habe bereits mehr als 100 Mitarbeiter.
Ole Harms im Hamburger Abendblatt

Haben es alle bemerkt? Das PR-Element "ArbeitsplĂ€tze" ist dabei, das PR-Element "Standort-Vorteil" ist dabei und das PR-Element "Gut fĂŒr die Wirtschaft" ist dabei. Sowas erledigt die SPD normalerweise selbst, aber die Zeiten haben sich offenbar geĂ€ndert.

Ach ja, man erfĂ€hrt auch noch, dass Moia erst im April starten will, nicht wie bisher verlautet im MĂ€rz bzw. ursprĂŒnglich ja im Januar, also jetzt. Die gestrige PrĂ€sentation dient also offenbar dazu, den Zeitplan fĂŒr den Start von Moia besser aussehen zu lassen und der Artikel im Abendblatt ist so eine Art "Beweis" dafĂŒr.
Wer sich selbst ein Bild machen möchte, zum dem Artikel geht es da lang



Update:

Auch SPON steigt ein und erfĂŒllt seine journalistische Pflicht mit einem unkritischen Werbe-Artikel fĂŒr das neue Produkt aus dem VW-Konzern.



Und natĂŒrlich ist der NDR auch dabei.


3.12.`18

Auto Bild: Fahrdienste verstopfen StÀdte


In ihrer neuen Ausgabe berichtet die Auto Bild ĂŒber Moia&Co. Alles was wir ĂŒber dieses Thema schon wissen und worĂŒber immer wieder von verschiedenen Seiten kritisch berichtet wurde, hat in den Artikel Eingang gefunden. Amerikanische Erfahrungen, Studien und Erkenntnisse ĂŒber die Auswirkungen von solchen Fahrdiensten wie Uber oder Moia auf den ÖPVN. Auch ein gewisser hamburger Taxiunternehmer, KlĂ€ger und Betreiber dieser Website kommt zu Wort.
Solch aufklÀrende Artikel sind wichtig, damit alle Verantwortlichen vorher wissen, dass sie sich nachher nicht rausreden können.


24.11.`18

Die Welt: Moia Erfahrungsbericht


Erfahrungsbericht eines Journalisten mit Moia Testfahrten in Hannover. Auch er berichtet, was man schon woanders lesen konnte - die Fahrer sind angewiesen, die ganze Zeit zu fahren und nicht irgendwo zu parken. Sie dĂŒrfen nicht mit den FahrgĂ€sten sprechen, sie dĂŒrfen kein Tipp nehmen und das Radio bleibt aus.
Und natĂŒrlich war auch dieser Testkunde immer der einzige Kunde. "Pooling, Sharing, Hailing" oder wie man Sammeltaxifahrten auch immer gerade auf Englisch nennt, fand auch hier nicht statt, sondern eine gewöhnliche Taxifahrt, nur anders verpackt.
Endlich mal ein Artikel der nach echtem Journalismus riecht und nicht nach PR. Genau genommen ein latent kritischer Artikel. Dazu ein Promo-Video mit Robert Henrich, der durch sein gnadenloses Denglisch die SterilitÀt und Abgehobenheit von Moia sehr schön herausarbeitet.


17.11.`18

Zeit: Das Ende des Taxis


Sie beuten sich selbst aus und brechen Regeln: Wie Uber-Fahrer den Taxi-Unternehmen das GeschÀft kaputt machen.

Sehr guter, aber erschĂŒtternder Bericht ĂŒber schlimmes Staatsversagen und die unhaltbaren ZustĂ€nde in Berlin.


13.10.`18

Erst nehmen sie Affen

Das Abendblatt berichtet in einem ganzseitigen Artikel ĂŒber
 . Moment, das ist ja gar kein Artikel!


Es sieht zwar so aus, aber in Wirklichkeit ist es eine Werbe-Anzeige der Fa. Moia! Erkennbar an dem kleinen Dingsda drĂŒber:



Und weil es nicht verboten ist, steht neben der Warnung vor der Werbung auch gleich noch das Schlagwort, das man in die Köpfe der Menschen pflanzen will, damit sie schon mal die neue Produkt-Kategorie akzeptieren, zu der das Ding gehört, das man ihnen spÀter verkaufen will. So benutzt man die gesetzliche Warnung vor der Werbung als Shuttle - clever, oder?
Jedenfalls, da stehen in dem Artikel, pardon, in der Anzeige stehen lauter witzige Sachen, wie z.B. "Moia ist hip".
Oder das hier:

Trotz aller Innovation fahren die Fahrzeuge aber noch nicht von selbst. Deshalb sucht das Unternehmen bis zum Start in der Hansestadt noch motivierte Fahrer. Neben einem sicheren, unbefristeten ArbeitsverhÀltnis bietet Moia seinen Fahrern


Ein "sicheres" und "unbefristetes" ArbeitsverhÀltnis. Wie sicher, wie unbefristet ist dieses Job-Angebot gemeint, wenn die Moia-Autos von VW doch eigentlich als autonome, selbstfahrende Autos geplant sind? Was, wenn es so weit ist und Moia keine Fahrer mehr benötigt? Endet dann die "unbefristete" Frist?
In der Anzeige steht weiter:

Wer als Fahrer diese Bewegung anfĂŒhren möchte, kann 
 als einer der ersten Teil der neuen Moia-MobilitĂ€tsbewegung werden.

Mit anderen Worten, wer als Fahrer an der Abschaffung seiner eigenen Existenz mitarbeiten möchte, soll sich unbedingt bei Moia melden.
Moia ist "hip"? Nein, pervers, denn man erkennt hinter solchen SprĂŒchen die gleiche Moral, wie bei der Sache mit den Affen, die VW fĂŒr seine Abgas-Tests benutzt hat.
Erst nehmen sie Affen, dann nehmen sie Dich.

30.8.`18

Interview auf Zeit.de

Im Hamburg-Teil von Zeit.de ist ein Interview ĂŒber das Moia-Problem mit dem KlĂ€ger und Betreiber dieser Website veröffentlicht worden.
In der Serie "Elbvertiefung" ist der vollstÀndige Text ungefÀhr in der Mitte der Seite zu finden.


Einen Auszug gibt es hier:

Zeit.de: Sie sprechen auf Ihrer Internetseite von einer "geplanten Vernichtung der Taxis in Hamburg". Ist das nicht etwas drastisch?
Krijan: Ich könnte auch ein harmloseres Wort wĂ€hlen, aber das wĂŒrde der Sache nicht gerecht. Hinter Moia steckt VW mit sehr viel Geld. So ein Konzern ist in der Lage, mit Dumpingpreisen den Markt komplett aufzumischen und uns Taxiunternehmen an die Wand zu drĂŒcken.
Zeit.de: Der Elektroshuttle ist eine Konkurrenz, das ist klar. Warum verbessern die Taxiunternehmen dann nicht ihre Angebote?
Krijan: Wir haben eine Beförderungspflicht und eine Tarifpflicht. Das ist gesetzlich festgelegt. Der Taxifahrer kann sich also nicht aussuchen, was die Tour von der Innenstadt zum Flughafen kosten wird. Diesen Preis bestimmen die Kommunen. Moia aber hat keine festen Preise.
Zeit.de: Klingt fĂŒr die FahrgĂ€ste erst mal ganz gut 

Krijan: Aber was passiert, wenn die Taxis durch die Konkurrenz dezimiert werden? Dann gibt es diese verlĂ€sslichen Preise nicht mehr – und Anbieter wie Moia können dann aufgrund der hohen Nachfrage die Preise verdoppeln. Das macht zum Beispiel Uber in den USA auch so.
Zeit.de: Taxiunternehmen haben hierzulande doch auch Vorteile, zum Beispiel reservierte StellplÀtze im öffentlichen Raum.
Krijan: Wir dĂŒrfen aber nur an den TaxistĂ€nden halten. Wenn ich weiß, bei einer bestimmten Kneipe ist richtig Party, da wollen permanent Leute Taxi fahren, dann kann ich mich da nicht vor die TĂŒr stellen, sonst kriege ich Abmahnungen oder böse Briefe. Ein Moia-Fahrzeug kann sich in der Stadt ĂŒberall hinstellen und auf die nĂ€chste Bestellung oder Kundschaft warten.
Zeit.de: Mit welchem Argument wollen Sie nun das Gericht ĂŒberzeugen?
Krijan: Moia soll zur HĂ€lfte Mietwagen sein und zur HĂ€lfte "neue Verkehrsart", wie es im Gesetz heißt. Diese "neuen Verkehrsarten" dĂŒrfen Behörden zu Testzwecken zulassen. Wenn man dazu 20 Moia-Wagen erlaubt hĂ€tte, wĂ€re die Welt noch in Ordnung. Aber Moia plant einen Einstieg mit 1000 Fahrzeugen. Außerdem gibt es noch ein Problem.
Zeit.de: Welches wÀre das?
Krijan: Laut Gesetz gibt es im Individualverkehr entweder Taxis oder Mietwagen, bei denen ein Chauffeur Sie von A nach B bringt. Eine Konzessionierung fĂŒr beides auf einmal ist laut Gesetz nicht erlaubt. Bei Moia ist es in der Praxis aber trotzdem so: Wenn ein Moia-Fahrzeug als Sammeltaxi unterwegs ist, darf der Fahrer gleichzeitig Bestellungen fĂŒr Exklusivfahrten annehmen. Das eine nennt sich Moia Pooling, das andere Moia Exklusivshuttle. Der Exklusivshuttle ist praktisch ein Mietwagen – ohne die EinschrĂ€nkungen, die sonst fĂŒr Mietwagen gelten.
Zeit.de: Die Sammeltaxis sollen bewirken, dass mehr Menschen auf ihr Auto verzichten. Bedeutet das nicht auch fĂŒr Sie mehr Kundschaft?
Krijan: Dass Leute ihr eigenes Auto abschaffen wĂŒrden, hat man schon beim Carsharing gesagt. Mit dem Argument, einen Verkehrskollaps zu verhindern, haben die Konzerne die Politik ĂŒberzeugt. Das hat sich aber ĂŒberhaupt nicht bewahrheitet, die Leute behalten ihr Auto trotzdem. Jetzt wird die nĂ€chste Sau durchs Dorf gejagt: statt Carsharing jetzt Ridesharing. Die Leute werden aber nicht wegen Moia ihr Auto abschaffen.
Unter der Rubrik "Elbvertiefung auf Zeit.de gibt es den vollstÀndigen Artikel:

29.8.`18

Mopo: "Angst vor Moia"

Die Mopo berichtet jetzt auch ĂŒber die Klage und zitiert einen Sprecher vom Hansafunk.

„Er macht das als Privatperson, weil Taxizentralen und VerbĂ€nde nicht klageberechtigt sind“, sagt ein Sprecher von Hansa Funktaxi.
Mopo.de vom 29.8.18

28.8.`18

Das Abendblatt: "Taxifahrer verklagt Stadt"

Das Abendblatt berichtet ĂŒber die Klage gegen unsere Hamburger Verkehrsbehörde und befragt Ivica Krijan zu seiner Motivation:

„Meine acht Angestellten und ich wollen auch in Zukunft von unserer Arbeit als Taxifahrer leben können“, sagte Krijan. „Wir wollen nicht, dass der öffentlicher Nahverkehr den Konzernen geschenkt wird. MobilitĂ€t fĂŒr alle wird es mit den Konzernen nicht geben, sondern nur das, was ihnen maximalen Gewinn bringt. Mit Moia wird es mehr Stau und weniger ÖPNV geben. Das haben die amerikanischen StĂ€dte mit Uber lernen mĂŒssen.“ Die bisherige Regulierung sei „vernĂŒnftig und ausgewogen“.
Abendblatt.de vom 28.8.18

4.8.`18

Das Erste: "Mit Vollgas in den Verkehrskollaps"

Wer die Sendung in der ARD verpasst hat, kann sie auf YouTube sehen:



Der Film ist der Hammer, denn die Recherche der Journalisten bringt so einiges ans Tageslicht.


AuszĂŒge:

30.7.`18

Die Zeit: "Volkswagen nach dem Uber-Prinzip"

Zeit.de berichtet ĂŒber Moia, das Uber-Prinzip und - uns!
Nach dem TV Bericht von "Report Mainz" in der ARD, kommt jetzt auch "Die Zeit" aus dem Quark und berichtet ĂŒber Moia, das Problem der Kannibalisierung des ÖPNV durch "Ridesharing"-Dienste und die Vernichtung des Taxigwerbes durch Autokonzerne wie VW.
Interessant ist eine Studie, die in dem Zeit-Artikel erwĂ€hnt wird. Diese Studie belegt angeblich, dass sich ÖPVN und "Ridesharing" ergĂ€nzen. In New York und San Francisco waren die Fahrgastzahlen der öffentlichen Nahverkehrsbertiebe durch Uber und Lyft zurĂŒck gegangen, aber die Studie der Forschungsorganisation Shared-Use Mobility Center (SUMC)" kommt zu dem Ergebnis, dass der öffentliche Nahverkehr in seinem KerngeschĂ€ft von Ridesharing nicht beeintrĂ€chtigt werde.
Hier die Partner dieser "Forschungsorganisation" Shared-Use Mobility Center:

Dem gegenĂŒber wird die Aussage eines Wissenschaftlers aus Berlin gestellt:

Tilman Bracher vom Deutschen Institut fĂŒr Urbanistik (Difu) in Berlin Zweifel: "Die Erfahrungen zeigen, da sitzen dann ein oder zwei Leute drin, die in einem Kleinbus durch die Stadt geschippert werden." Der MobilitĂ€tsforscher fĂŒrchtet, dass Ridesharing die Verkehrsprobleme zusĂ€tzlich verschĂ€rft.
Zeit.de

Diese Frage der Kannibalisierung des ÖPVN ist entscheidend fĂŒr die Genehmigung von Moia in Hamburg. Wenn es den PR-Experten und Lobbyisten der Autoindustrie gelingt, die Erfahrungen in New York, San Francisco und anderen StĂ€dten zu diskreditieren und dabei die Öffentlichkeit, Presse und vor allem die Politik einzuseifen, wird sie diese Frage fĂŒr sich entscheiden.
Und dann sieht es schlecht fĂŒr uns aus. Und fĂŒr alle BĂŒrger, die auf öffentlichen Nahverkehr angewiesen sind.
Ach, und hier noch ein kleiner Text-Ausriss aus dem Artikel auf Zeit.de:

Hier geht`s zum Artikel auf Zeit.de:


25.7.`18

Report Mainz ĂŒber Moia, Uber und Lobbyismus

Report Mainz sendet einen kritischen Beitrag ĂŒber Heilsversprechen durch Ridepoolinganbieter wie Moia, Allygator und Uber.
Ziemlich eindeutige Ergebnisse der Recherche der Journalisten:

Wer die Sendung verpasst hat kann sie in der ARD-Mediathek sehen oder spÀtestens nach Ablauf der Verweildauer hier bei uns.
Am 30.7.2018 um 21.45 gibt es in der ARD eine weitere Reportage mit dem Titel "Mit Vollgas in den Verkehrskollaps. Der Kampf um die MobilitÀt von morgen".
PS: Fast scheint es, die Presse wacht endlich auf.

1.6.`18

DieLinke ist auf unserer Seite

Ja, wirklich! Steht im Abendblatt


30.5.`18

Unsere PresseerklÀrung zur IHK Veranstaltung

Heute fand eine Veranstaltung in der IHK Hamburg statt.
"In (fairen) Dialog: Das Nebeneinander in der Personenbeförderung in Hamburg" war der Titel.
Lesen Sie das dazu.

19.5.`18

Abendblatt ĂŒber "Neuen Nahverkehr"

Auch das Abendblatt berichtet ĂŒber die Schau von Moia auf dem "New Mobility Day". Es geht aber auch um autonomes Fahren und ein fahrerloses Elektro-Mobil der Bahn, deren geplanter Fahrdienst auch so einen infantilen Namen trĂ€gt:"ioki".
Auf der Abendblattseite kann man abstimmen, ob man sich von einem fahrerlosen, autonomen Fahrzeug fahren lassen wĂŒrde.

Ganz zum Schluss erfĂ€hrt man aber auch, dass der HVV fĂŒr U + S-Bahnen "Systeme mit autonomen Fahrzeugen" plant. Dass dies die Arbeitslosigkeit der LokfĂŒhrer bedeutet - na und? Einigkeit und Recht und Freiheit!


18.5.`18

Mopo ĂŒber Moia


AnlĂ€sslich des „New Mobility Day“ in Hamburg berichtet die Mopo ĂŒber Moia.
Und wieder einmal wird ausfĂŒhrlich erklĂ€rt, wie Moia funktioniert und wie toll das ist. Der Widerstand der Taxibranche wird zu „Vorbehalten“ und „Bedenken“ klein geredet und dass wir gegen Moia klagen werden, wird weder berichtet, noch erklĂ€rt. Lediglich zum Schluss gibt es eine Andeutung in einem Zitat von MyTaxi-Chef Mönch.
Es ist ĂŒberhaupt bemerkenswert, dass fĂŒr die Mopo, MyTaxi-Chef Alexander Mönch als Vertreter der Taxibranche fĂŒr eine Befragung interessant war und nicht zum Beispiel der Chef von Hansa-Taxi, der Chef von Taxi-Hamburg oder einer der zahlreichen Gewerbeverteter.
Ebenso wird die Ride-Sharing-Funktion der MyTaxi-App erwÀnt, jedoch nicht die von Hansa-Taxi.
Wenn es um „Innovationen“ und „Neue MobilitĂ€tslösungen“ geht, sind diejenigen, die das TaxigeschĂ€ft seit Jahrzehnten betreiben, fĂŒr die Presse also offenbar keine Ansprechpartner mehr.
Und was hat der Experte fĂŒr Innovation im Taxigewerbe zu sagen? Jedenfalls nichts neues, sondern nur die typischen Phrasen eines Managers, der das Produkt seines Herrn verkaufen muss. Es wirkt, als wĂŒrde Alexander Mönch seine Weisheiten vom Blatt ablesen und er klingt dabei, wie unsere geliebte Bundeskanzlerin, wenn sie die Raute-Geste macht und bei jedem Problem davon spricht, eine gemeinsame Lösung finden zu wollen.
Aber das beste kommt zum Schluss: MyTaxi hat einen „Innovationsbeauftragten“. Das klingt nun eher nach SPD. Oder HSV. Jedenfalls ĂŒberhaupt nicht „disruptive“.


30.4.`18

"JĂ€ger des Zufalls"


Ein wohltuender Artikel ĂŒber den Alltag eines Taxifahrers. Aus der Perspektive eines Hansis mit GRT, es ist aber fĂŒr jeden was dabei.


27.4.`18

QualitÀtsjournalismus


Hier ein weiterer unkritischer Artikel ĂŒber Moia, samt Jubel-Kommentaren zur Vernichtung der Taxis und voller Verachtung fĂŒr Taxifahrer.


20.4.`18

Demo zum KopfschĂŒtteln


Die Taxitimes mit einem guten Artikel zur Klarstellung.


18.4.2018

Mopo ĂŒber Demo

Recht ausgewogener Bericht, jedoch mit tendenziösem Kommentar eines technikglÀubigen Journalisten aus der iPhone-Generation, der den Vorteilsversprechungen des Plattformkapitalismus unkritisch glaubt.


18.4.2018

NDR ĂŒber Demo

Gutes Interview mit einem Kollegen von den Alstertalern in einem von GebĂŒhren finanzierten Videostream wie aus der 3ten Welt.


18.4.2018

RTLnord ĂŒber Demo

Journalistisch zugespitzter Bericht, der mehr Argumente gegen uns bringt, als fĂŒr uns. Dem Bullshit wird auch hier nicht auf den Grund gegangen.









Ausnahmen:


18.4.2018

Abendblatt ĂŒber Demo

Guter Artikel ĂŒber die Demo, die GrĂŒnde dafĂŒr (bis auf den Ausrutscher mit den Arbeitsbedingungen) und die HintergrĂŒnde der Problematik. Dazu ein hervorragender Kommentar von Matthias Iken ĂŒber eine Zukunft ohne Jobs durch die digitale Revolution.
Bei allem Respekt fĂŒr NDR, Mopo und Co, aber das ist QualitĂ€tsjournalismus!


Artikel:



Kommentar:



Und weil gute Arbeit gutes Geld kostet, verraten wir auch nicht den Google/ Abendblatt-Trick mit dem man die Paywall austricksen kann.

18.4.2018

TaxiTimes ĂŒber Demo

Wie immer gute Arbeit in einem klasse Artikel zum Thema.






18.4.2018

Unsere Presse-Mitteilung

Unsere Presse-Mitteilung zur Demo gegen Moia gibt es hier
 .

27.3.2018

Hannoversche Allgemeine Zeitung

Leider nur hinter einer Paywall.
Es wird ĂŒber die Klage berichtet, die vielen Spenden und ein bestimmter hamburger Taxiunternehmer wird zitiert, der erklĂ€rt, er befĂŒrchte unfairen Wettbewerb durch Moia & Co, da diese nicht an Tarifpflicht etc. gebunden sind.


14.3.2018

NDR berichtet ĂŒber Taxi-Streik

Bericht ĂŒber den umstrittenen "Taxi-Streik" am 13.3.`18.

19.3.2018

SPON: Unfall mit autonomen Uber

travis bickle